Viszerale Osteopathie: Balance für die Körpermitte
In der Osteopathie sind die inneren Organe über Bindegewebe und Bänder mit dem Skelett und anderen Organen verbunden. Treten hier Spannungen oder Bewegungseinschränkungen auf, kann dies die Funktion des Verdauungstraktes stören.
Reizdarmsyndrom und Verstopfung
Beim Reizdarmsyndrom oder chronischer Verstopfung arbeitet die Osteopathie an der Mobilität des Darmtraktes. Durch sanften Druck und spezifische Griffe im Bauchraum wird die Peristaltik (Darmbewegung) angeregt und die Durchblutung verbessert. Dies hilft, Krämpfe zu lösen und den Weitertransport des Stuhls zu regulieren.
Sodbrennen und Magenbeschwerden
Sodbrennen (Reflux) entsteht oft durch einen zu hohen Druck im Bauchraum oder eine Fehlspannung des Zwerchfells, durch das die Speiseröhre tritt. Der Osteopath mobilisiert den Magen und das Zwerchfell, um den mechanischen Druck zu nehmen und den Verschlussmechanismus der Speiseröhre zu unterstützen.
Unterstützung bei Morbus Crohn
Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn greift die Osteopathie unterstützend in den schmerzfreien Intervallen ein.
- Vernarbungen: Nach Entzündungsschüben können Verklebungen (Adhäsionen) entstehen, die die Beweglichkeit des Darms einschränken. Diese werden sanft gelockert.
- Lymphfluss: Die Förderung des Lymphabflusses unterstützt das Immunsystem im Darmbereich und kann die Regenerationsphasen begünstigen.

